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  Förderangebote


Deutschförderklasse (DFKl)


Als Fördermaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache richtete das Staatsministerium für Unterricht und Kultus im Schuljahr 2002/03 das neu entwickelte Modell der SprachLernKlasse ein. Die Bezeichnung Sprachlernklasse ändert sich im Schuljahr 2009/2010. Nun spricht man von der DeutschFörderKlasse (DFKl).


Mangelnde Deutschkenntnisse bei Schulanfängern und Seiteneinsteigern sollen so schnell und effektiv minimiert werden und eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht und die Integration in die Regelklasse ermöglicht werden.



1. Zielgruppe


Erfahrungen aus der Schulpraxis und die Erkenntnis aus der PISA-Studie zeigen, dass Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund große Probleme haben, ihre Schullaufbahnen erfolgreich zu gestalten.


2. Merkmale der Deutschförderklasse (DFKl)


In der Deutschförderklasse werden Schüler aus der Regelklasse (Stammklasse) zusammengefasst, die zum Zeitpunkt der Einschulung keine oder sehr geringe Deutschkenntnisse haben. Die Entscheidung über die Zuordnung eines Schülers zu einer Deutschförderklasse trifft die Schulleiterin und die Teilnahme ist verpflichtend.

Die Deutschförderklasse der 1. und 2. Jahrgangsstufe umfasst ca. 12 Schüler, die in ausgewählten Fächern dem Unterricht getrennt von ihrer Stammklasse erhalten.


In den übrigen Fächern nehmen sie am Unterricht ihrer Stammklasse teil. Insgesamt gilt für die Schüler der Deutschförderklasse die in der Stundentafel für die jeweilige Jahrgangsstufe ausgewiesene Pflichtstundenzahl.

In der Deutschförderklasse der Grundschule werden höchstens so viele Unterrichtsstunden erteilt, wie die Stundentafel in den Fächern Deutsch, Mathematik und HSU = GU) vorsieht.


Je nach Bedarf und Ermessen der Schule und je nach der Lernentwicklung des Schülers können dies von Anfang an oder auch schrittweise weniger sein. Grundlage für den Unterricht in der Deutschförderklasse sind die Lehrpläne der Grundschule und der Lehrplan für Deutsch als Zweitsprache. In der Grundschule umfasst die Deutschförderklasse bis zu zwei Schuljahren.


3. Ziele


Schülerinnen und Schüler, die in einer Deutschförderklasse der Jahrgangsstufe 1 oder 2 der Grundschule eintreten, erhalten bis zu 2 Jahre lang eine auf das Erlernen der deutschen Sprache und auf ihre Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten bezogene Förderung mit dem Ziel, in ihre Stammklasse zu wechseln und dort - falls erforderlich mit begleitenden Hilfen - ihre Schullaufbahn erfolgreich fortzusetzen.


Der Anteil des gemeinsamen Unterrichtes in der Stammklasse soll mit den wachsenden Deutschkenntnissen schrittweise ausgeweitet werden.


Frau Müller-Zimmermann leitet die DFKL 1, Frau Wegner die DFKL 2.





Kooperative Sprachförderung


Was ist "KSF"?


Die Kooperative Sprachförderung (KSF) ist ein Projekt der Regierung von Oberbayern.

Die Grundschule am Schererplatz nimmt seit dem Schuljahr 2012 / 2013 daran teil.


Ziel der KSF ist die Prävention von Lern- und Entwicklungsstörungen, die ihren Ursprung im Bereich Sprache haben.


Die KSF richtet sich nicht allein an Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache.

Auch deutschsprachig aufgewachsene Kinder können bei Schuleintritt einen Förderbedarf im sprachlichen Bereich aufweisen, der sie möglicherweise im Lernen einschränkt.


Wie ist die KSF organisiert?


Die KSF erfolgt schwerpunktmäßig in der ersten Jahrgangsstufe.

Eine Grundschullehrerin und eine Sonderschullehrerin bieten sprachliche Förderung an und unterstützen diese.


Das KSF-Team und die Klassenlehrkräfte arbeiten eng zusammen.

Dazu gehören Besprechungen sowie Formen gemeinsamen Unterrichtens ("Team-Teaching").


Die Sprachförderung kommt allen Kindern zugute und erfolgt in der regulären Unterrichtszeit.


Es können auch zusätzliche Förderkurse eingerichtet werden.


Welche Aufgabenfelder hat die KSF?

 

Arbeit in der Klasse

Team-Teaching

Gruppenbeobachtung

Differenzierung

Einführung und Unterstützung sprachheilpädagogischer Maßnahmen (z.B. Laut-Hand-Zeichen)


Arbeit mit einzelnen Kindern

Einzelbeobachtung

Durchführung von Screenings

Individualisierung

Kleingruppenförderung


Beratung

Kollegiale Beratung

Elternberatung (Kontaktaufnahme über die Klassenlehrkraft)

Erstellen von Förderplänen


Das KSF-Team 2016/17


Friederike Kronwitter                      &              Claudia Brida

Lehrerin                                                       Sonderschullehrerin

Grundschule am Schererplatz                           SFZ München-West





Vorkurs Deutsch 240


Ausreichende Deutschkenntnisse sind eine Voraussetzung für Schulerfolg. Als Begleitmaßnahme zur Deutschförderklasse hat sich der Vorkurs Deutsch bewährt. Mit dem Vorkurs Deutsch soll sichergestellt werden, dass bereits im vorletzten Halbjahr und letzten Jahr vor Schulbeginn Fördermaßnahmen zum Erlernen der deutschen Sprache durchgeführt werden. Der Vorkurs Deutsch bietet Kindern mit nichtdeutscher Erstsprache die Chance, das notwendige sprachliche Rüstzeug zu erwerben und bedeutet somit eine Erleichterung für die Einschulung in den Schulalltag. Durch frühzeitiges Erkennen zusätzlichen Förderbedarfs können in vielen Fällen rechtzeitig entsprechende Interventionsmaßnahmen vorgeschlagen werden.


Der Vorkurs Deutsch wird in Kooperation mit den Kindergärten im Einzugsbereich der Grundschule durchgeführt. Die Förderung beginnt im vorletzten Halbjahr vor der Einschulung mit 2 Stunden Vorkurs im Kindergarten. Im Jahr vor dem Schulbeginn wird im Zeitraum September - Juli der Vorkurs Deutsch wöchentlich mit 5 Unterrichtsstunden abgehalten.


Drei Stunden werden von der Lehrerin an der Schule und zwei Stunden von der Erzieherin im Kindergarten durchgeführt. Für die Förderung der Kinder im Vorkurs Deutsch gibt der Lehrplan Deutsch als Zweitsprache vielfältige Anregungen. Ziel des Vorkurses Deutsch ist es, die Kinder aus ihrer sprachlichen Passivität hin zu einer aktiven Bewältigung und Nutzung der deutschen Sprache zu führen.





HAFIS


Der Lernhilfe-Verein "Hausaufgabenbetreuung für internationale Schüler" (Hafis) unterstützt Migrantenkinder und Flüchtlinge in verschiedenen Grundschulen im Hasenbergl, Neuperlach, Fürstenried-West und in Pasing. Die Kinder brauchen zusätzliche regelmäßige Deutschlern-Kurse am Nachmittag. Neuankömmlinge müssen möglichst früh, schnell und intensiv gefördert werden.                Zwölf Schüler werden montags bis donnerstags von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr und am Freitag bis 16.00 Uhr intensiv unterstützt. 




Übergangsklasse Ü1/Ü3


Wer geht in eine Übergangsklasse?

Schüler, die im Laufe des Schuljahres aus dem Ausland zuziehen und nur rudimentäre bzw. keine Deutschkenntnisse haben oder wenn im Umfeld von Aussiedlerwohnheimen der endgültige Wohnsitz und damit die endgültige Regelklasse noch nicht bekannt sind, besuchen die Übergangsklasse.


Die Übergangsklasse Ü1 umfasst Schüler der 2. - 4. Jahrgangsstufe. Die Übergangsklasse Ü3 besuchen Schüler der Jahrgangsstufe 3 - 5. Die Grundlage für den Unterricht in der Übergangsklasse stellt der Lehrplan Deutsch als Zweitsprache dar. Durch stark differenzierte Unterrichtsformen sollen die Schüler besonders in der deutschen Sprache gefordert und gefördert werden und bei entsprechendem Lernfortschritt in der deutschen Sprache in die entsprechende Jahrgangsstufen der Regelklasse zurückgeführt werden.


Ergänzend zur Sprachlernklasse wurde an der Grundschule am Schererplatz bis 2013/14 die Übergangsklasse Ü1 (1. Sprachlernjahr) / Ü3 (2.Sprachlernjahr) angeboten. Aufgrund des Raumengpasses wurden diese Klassenformen nicht mehr genehmigt.

 

Grundschule am Schererplatz, München - Pasing