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Schule mit Courage - Schule gegen Rassismus




Unsere Schirmherrin Frau Leutheusser-Schnarrenberger

Bundesjustizministerin a.D.

Ehrenvorsitzende der FDP Bayern




Grundschule am Schererplatz - die erste Grundschule "gegen Rassismus und mit Courage" in München.


FAQs:

Was bedeutet der Titel "Schule gegen Rassismus, Schule mit Courage"?


Der Titel ist keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Jeder Angehörige der Schule, der diese Selbstverpflichtung unterschreibt, übernimmt die Verantwortung dafür, dass die gemeinsamen Ziele umgesetzt werden und ein Klima gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt geschaffen wird.


Wer verleiht den Titel?

Der Titel wird verliehen vom gleichnamigen Netzwerk. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland mit mehr als 1500 Mitgliedern. Das Netzwerk versteht sich als parteienunabhängig und sieht eine wichtige Aufgabe in der Förderung von Demokratie. Der Schererschule wurde der Titel von Herrn Schneider-König verliehen, der beim Pädagogischen Institut München für dieses Projekt verantwortlich ist.

Als Patin für dieses Projekt konnte die Schererschule die ehemalige Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger gewinnen, die sowohl beim feierlichen Abschluss der Projektwoche sowie bei der Verleihung des Titels "Schule gegen Rassismus, Schule mit Courage" anwesend war. Auch sie hat die Selbstverpflichtung  unterschrieben.

Wie wird man "Schule mit Courage"?

Jede Schule kann den Titel bekommen, wenn sich mindestens 70 Prozent aller Menschen, die an einer Schule lernen und lehren mit einer Unterschrift dazu verpflichten, sich gegen jegliche Form von Diskriminierung  (z.B. aufgrund von Religion, sozialer Herkunft, Geschlechtszugehörigkeit, körperlicher Merkmale)  aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Wie sieht die Selbstverpflichtung genau aus?

Die Selbstverpflichtung des Netzwerks "Schule mit Courage-Schule gegen Rassismus" wurde ursprünglich für ältere Schüler formuliert, deshalb wurden die Ziele an unserer Schule so umgeschrieben, dass alle Kinder  verstehen, was sie unterzeichnen.

Dazu verpflichten sich unsere Schüler/-innen, wenn sie unterschreiben:

1. Ich setze mich dafür ein, dass Lehrer/-innen und Schüler/-innen an meiner Schule immer wieder daran arbeiten, dass niemand mehr benachteiligt wird, z.B. weil er/sie anders aussieht, anders spricht oder aus einem anderen Land kommt.


2. Wenn jemand an meiner Schule verspottet, geschlagen oder geschubst wird, weil er oder sie "anders" ist, dann schaue ich nicht weg, sondern mische mich ein.

Ich setze mich dafür ein, dass wir dieses Problem offen besprechen, damit wir einen Weg finden, in Zukunft friedlich miteinander umzugehen.


3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Benachteiligung durchgeführt wird, damit so etwas an unserer Schule nicht mehr vorkommt.


Wie versuchen wir, diese Ziele umzusetzen?

Selbstverantwortliches Handeln und demokratische Teilhabe wird an der Schererschule z.B. durch  Klassenkonferenzen, den Schüler/-innenrat, die Schülersprecher/-innen oder die Schülermediatoren schon länger gelebt. Im Zuge des Projekts "Schule mit Courage" hat sich der Fokus allerdings noch stärker auf das soziale Lernen an unserer Schule gerichtet.


Das Gewaltpräventionsprogramm "Faustlos" sowie das von der Polizei entwickelte Präventionsprogramm "Aufgschaut" wird seit mehreren Jahren an unserer Schule durchgeführt.

Um bei Ausgrenzung oder Mobbing schnell und zielgerichtet eingreifen zu können, haben sich die Lehrer/-innen durch eine Fortbildung über den Anti-Mobbing-Ansatz "No-Blame"-Approach schlau gemacht, der seit letztem Schuljahr an unserer Schule zusammen mit den Kolleginnen von der Jugendarbeit an Schulen (JAS) praktiziert wird.

JAS gibt den Schüler/-innen auch zusätzlich zu Gesprächen mit den Lehrer/-innen die Möglichkeit über Erfahrungen von Ausgrenzung oder Diskriminierung zu sprechen, diese zu bearbeiten und dagegen vorzugehen.


Jedes Jahr gibt es Projekttage oder eine Projektwoche zum Thema, in der die Schüler/-innen auf unterschiedliche Art und Weise für Vorurteile und Formen von Benachteiligung und Ausgrenzung sensibilisiert werden. Und natürlich wird auch sehr viel an pädagogischer Arbeit  in akuten Situationen in den Klassenzimmern geleistet.


Wie soll es weiter gehen?

Da das Projekt "Schule gegen Rassismus, Schule für Courage" in erster Linie ein Projekt für Schülerinnen und Schüler und von Schülerinnen und Schülern sein soll, wollen wir noch stärker den Kindern die Möglichkeit geben, Ideen zum Thema einzubringen und somit die Umsetzung des Projektgedankens mehr in ihre Hände zu geben.


Wo bekomme ich weitere Informationen zu diesem Projekt?

Weitere Informationen zu dem Projekt findet man unter www.schule-ohne-rassismus.org




Verantwortlich: Barbara Zauner, Anita Bock

 

Grundschule am Schererplatz, München - Pasing